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Ja manchmal kommt es vor, dass überraschenderweise zwei Texte bei e-wie-evangelisch.de zu einem Thema landen. Im Fall von e-gewinner.de war das so. Einen der beiden Texte nicht veröffentlichen, wollten wir nicht. Wir mochten sie nämlich beide und fanden, dass sich die beiden Texte wunderbar ergänzen. Aber lesen Sie selbst!

Ihr Redaktions-Team von e-wie-evangelisch.de


„Das geht raus an alle Spinner, denn sie sind die Gewinner. Wir kennen keine Limits. Ab Heute - für immer“ singt die Band „Revolverheld“. Eine Hymne für alle, die schon immer mal, die eigentlich und am liebsten … und dann doch den ersten Schritt nicht wagen. Wer es dann geschafft hat, stimmt freudetrunken mit Abba ein in „The winner takes it all, the loser has to fall, it's simple and it's plain, why should I complain“. Ein unumstößliches Prinzip? „Gewinner“ ist ein zweischneidiges Wort. Der eine ist’s, der andere der Verlierer. „Gewinner“ atmet anders als „Sieger“ noch den Weg dorthin mit. Anstrengend kann es gewesen sein, hart, an der Grenze zum Unfairen. Und am Ende steht ein Gewinner fest. Die Zahl der Verlierer ist meist größer. In der Bibel gibt es zwei Stellen, die mit dieser Denke brechen. Paulus malt das Bild eines Wettrennens, bei dem alle gewinnen wollen und am Ende einer den Siegerkranz bekommt. Vergängliches Grünzeug, wie Paulus anmerkt, der lieber Unvergängliches gewinnen will: das Reich Gottes. Und Jesus stellt die Reihenfolge um: Die Ersten werden die Letzten sein und die Letzten die Ersten. Bei Gott scheint das mit dem Gewinner noch nicht so ausgemacht. Und wenn, scheint er es eher mit dem Verlierer zu halten. Anstrengen sollen wir uns trotzdem. Nach etwas streben und arbeiten. Denn auch die, die ihre Talente verbuddeln kommen in der Bibel nicht gut weg. Entscheidend ist der Weg dorthin und die Haltung. Die besten Gewinner sind die, die aus dem Anvertrauten mehr machen ohne andere dabei zur Seite zur drücken. Die etwas gewinnen, an Leben, Liebe, Glaube und Hoffnung. Irdische Güter zählen da wenig. Ja, können uns sogar krank machen. „Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele?“ sagt Jesus. Unsere Gewinner sind anders. Echt. (CB)


Wie ein Gewinner sah er so gar nicht aus, als er da hing. Unten standen sie und verhöhnten ihn „Komm doch runter, wenn du kannst!“ Aber das ging nicht mehr, er war dem Tod schon zu nahe. Dabei schien er wie ein Gewinner, als sie sich ihm anschlossen. Zwölf Männer waren sie gewesen, die ihn ständig begleiteten. Dazu kamen immer wieder andere Männer und Frauen und jede Menge Zuhörer. Durch Galiläa waren sie gezogen, hin und her. Immer rastlos, immer war er im Gespräch mit den Klugen. Vor allem über Gott redete er: Von der Liebe Gottes zu den Menschen. Davon, dass die Liebe Gottes das ganze Leben prägen sollte und wichtiger war als Gesetze. „Gesetze sind für den Menschen gemacht“, so hatte er es gesagt. Und vom Reich Gottes hatte er gesprochen. Da hatten sie alle ganz fasziniert zugehört. Denn Israel, ihre Heimat, war von den Römern besetzt und wurde mit harter Hand regiert. Und sie, die Juden, Gottes Volk, waren unterdrückt. Der Messias - der gottgesandte Erlöser – wird ein Nachkomme des großen Königs Davids sein. Klar, dass beim Erzählen vom Reich Gottes jeder daran dachte, dass das Römische Reich vernichtete würde. Er war ein Nachfahre Davids. Und was er sagte: „Das Reich Gottes ist mitten unter euch“ - Klar, dass jeder da an ihn als den Erlöser dachte. Mit ihm würden sie endlich wieder gewinnen: Freiheit, Macht, Selbstbewusstsein. Und so jubelten sie ihm wie einen König zu, als er einzog nach Jerusalem. Fünf Tage sah er nicht mehr wie ein Gewinner aus, als er am Kreuz hing. Unten standen die Gegner und verhöhnten ihn. „Komm doch runter, wenn du kannst!“ Er blieb hängen und starb. Aus dem Gewinner wurde ein Verlierer. Statt Hoffnung auf das Reich: zerschlagene Träume. Drei Tage später kam eine unglaubliche Botschaft: Er lebte und wurde gesehen. Maria und Martha hatten mit ihm geredet. Die Jünger auch. Er war wieder da und mit ihm eine unglaubliche Botschaft: Der Tod ist nicht das Ende. Man braucht keine Angst vor dem Tod zu haben, denn nach dem Tod gibt es Leben – Leben mit Gott. Der Verlierer am Kreuz – er war eigentlich ein Gewinner. (GB)